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Berliner Gedenkfeierlichkeiten anlässlich des ersten Transports von Polen in das KZ Auschwitz vor 80 Jahren

14.06.2020

Prof. Andrzej Przyłębski, Botschafter der Republik Polen in Deutschland, nahm heute an den Gedenkfeierlichkeiten anlässlich des ersten polnischen Transports in das KZ Auschwitz teil.

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Die von dem Internationalen Auschwitz Komitee organisierten Gedenkfeierlichkeiten fanden in Berlin auf dem Steinplatz statt – vor dem Denkmal für NS-Opfer, das nach dem Kriegsende von ehemaligen KZ-Häftlingen selbst errichtet wurde.

In seiner Ansprache erinnerte der polnische Botschafter daran, dass am 14. Juni 1940 nicht nur das KZ Auschwitz symbolisch in Betrieb genommen wurde – ein Ort, an dem Millionen polnischer Bürgerinnen und Bürger sowie Menschen aus allen durch das Dritte Reich eroberten Ländern ihr Leben verloren. Es ist ein Datum, das für eine Tragödie Polens steht, denn das Land verlor im KZ Auschwitz-Birkenau und in anderen Konzentrationslagern Millionen Menschen; es steht für eine Tragödie des jüdischen Volkes, denn die weitaus meisten Opfer des KZ Auschwitz-Birkenau – über eine Million – machten Jüdinnen und Juden aus Polen, Ungarn, Frankreich, Holland, Griechenland und anderen unterjochten und besetzten europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, aus.

Der 14. Juni 1940 steht darüber hinaus für eine Tragödie Deutschlands, denn das Land muss nun seitdem in alle Ewigkeit der Verantwortung für das größte Massaker in der Menschheitsgeschichte die Stirn bieten.

Prof. Przyłębski erinnerte auch an einen der größten polnischen Helden, Rittmeister Witold Pilecki, und den von ihm vorbereiteten Bericht, in dem die in Auschwitz begangenen Verbrechen dokumentiert wurden. Der polnische Botschafter wies auf die 2019 in der Nähe des Brandenburger Tores eröffnete Berliner Filiale des Pilecki-Institutes hin und ermunterte deutsche Politikerinnen und Politiker sowie die Bevölkerung Berlins zu einem Besuch.

Zum Schluss gab Botschafter Przyłębski seiner Freude über die guten Aussichten darauf Ausdruck, dass im Zentrum der deutschen Hauptstadt polnische Opfer des Zweiten Weltkrieges gewürdigt werden – durch ein Denkmal und eine Dokumentationsstelle; seit Beginn seiner diplomatischen Mission in der Bundesrepublik Deutschland hätten seine Bemühungen diesem Ziel gegolten.

Während der Gedenkfeierlichkeiten ergriffen außerdem Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Jobst-Hinrich Ubbelohde, Staatssekretär für Europa und Beauftragter für Brandengurgisch-Polnische Beziehungen des Landes Brandenburg, sowie Agnieszka Stefanko das Wort, die als Koordinatorin eines von dem Konzern Volkswagen Motor Polska unterstützten Jugendprojektes zur Zusammenarbeit mit dem Auschwitz-Museum im Namen des Konzerns sprach.

Der polnische Botschafter legte Blumen vor dem Denkmal für NS-Opfer nieder, wo an dem heutigen Tag Tafeln mit Namen aller polnischer Opfer des Massentransportes in das KZ Auschwitz ausgelegt wurden.

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