Fünftes polnisch-deutsches Wissenschaftstreffen
08.10.2026
Die wissenschaftliche Zusammenarbeit als Beitrag zur Stärkung der europäischen Resilienz, zur Entwicklung internationaler Partnerschaften und zum Aufbau von Vertrauen in einem sich wandelnden geopolitischen Umfeld stand im Mittelpunkt der fünften Ausgabe des "Polish-German Science Meeting", das am 8. Oktober 2026 in der Botschaft der Republik Polen in Berlin stattfand.
Im Fokus der Veranstaltung stand die deutsch-polnische akademische Zusammenarbeit im Kontext des neuen europäischen Rahmens für Wissenschaftsdiplomatie.
Die Veranstaltung brachte Vertreterinnen und Vertreter polnischer und deutscher Wissenschaftseinrichtungen, Forschungsförderorganisationen sowie der Wissenschaftspolitik zusammen. Das Treffen setzte den Dialog im Rahmen der Veranstaltungsreihe Polish-German Science Meeting fort, die darauf abzielt, die institutionelle Zusammenarbeit auszubauen und die Beziehungen zwischen den Wissenschaftssystemen beider Länder zu stärken.
Die Veranstaltung wurde von Jan Tombiński, dem Geschäftsträger ad interim der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland, eröffnet. Zu den Vertretern der wichtigsten wissenschaftlichen Organisationen gehörten unter anderem: Prof. Dr. Katja Becker, Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Prof. Dr. Krzysztof Pyrć, Präsident der Stiftung für die polnische Wissenschaft (FNP), sowie Prof. Dr. Krzysztof Jóźwiak, Direktor des Nationalen Wissenschaftszentrums (NCN).
Ein zentrales Thema des Treffens war die Rolle der wissenschaftlichen Zusammenarbeit bei der Stärkung der europäischen Resilienz sowie die Bedeutung internationaler Partnerschaften angesichts neuer politischer, technologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen. Die Diskussionen konzentrierten sich auf Möglichkeiten, die deutsch-polnische akademische Zusammenarbeit weiterzuentwickeln, und auf den Stellenwert der Wissenschaftsdiplomatie in der europäischen Forschungspolitik.
Ein wichtiger Programmpunkt war der Impulsvortrag von Jan Marco Müller aus der Generaldirektion Forschung und Innovation der Europäischen Kommission, der sich online zuschaltete. In seinem Beitrag beleuchtete er die europäische Dimension der wissenschaftlichen Zusammenarbeit, den Ansatz der Europäischen Union zur internationalen Forschungskooperation sowie die Bedeutung des multilateralen Dialogs und der Wissenschaftsdiplomatie.
Die fünfte Ausgabe des Treffens unterstrich die Bedeutung eines regelmäßigen Dialogs zwischen polnischen und deutschen Wissenschaftseinrichtungen. Diese Zusammenarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der bilateralen Beziehungen und trägt zugleich zur Stärkung des Europäischen Forschungsraums, zum Wissensaustausch und zur Entwicklung gemeinsamer Antworten auf Herausforderungen bei, die über nationale Grenzen hinausgehen.
Foto: DFG/Gareth Harmer