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Vizeminister des Außenministeriums Arkadiusz Mularczyk zu Besuch in Berlin

22.05.2023

Am 22. Mai 2023 besuchte Arkadiusz Mularczyk, Minister im Außenministerium für Polens Beziehungen zur Europäischen Union sowie Regierungsbeauftragter für die polnischen Reparationsforderungen in Folge der deutschen Aggression und Besatzung in den Jahren 1939-1945, Berlin, wo er sich mit Abgeordneten des deutschen Bundestages traf, um noch ungelöste, schwierige und anspruchsvolle Themen zu besprechen, die die Deutsch-Polnischen Beziehungen gezielt betreffen. Darunter auch die Frage der Reparationen.

Vizeminister des Außenministeriums Arkadiusz Mularczyk zu Besuch in Berlin

Polen startet eine großangelegte Informationskampagne in der Bundesrepublik Deutschland zum Thema der Verluste, verursacht durch die deutschen Aggressoren während des Zweiten Weltkrieges (1939-1945). In den kommenden Tagen erhalten alle Abgeordneten des deutschen Bundestages eine Kurzfassung des Berichts über Polens Verluste sowie einen Brief des Regierungsbeauftragten.

Die gesamte Quote der von Polen verlangten Entschädigung beträgt 6,220.609.000 Billionen PLN, sprich 1,352.483.000 Billionen EUR. Diese Summe wurde von einem Expertenteam bestehend aus Jurist:innen, Historiker:innen sowie polnischen Wissenschaftler:innen anderer Bereiche in einer Zeitspannen von mehr als fünf Jahren ermittelt.

Der Dialog mit Polen in dieser für uns derzeit wichtigsten Frage ist unerlässlich, vor allem, da die deutsche Regierung in letzter Zeit eine Vielzahl von globalen Gesten, wie z.B. in Richtung Nigeria und Namibia bzgl. Entschädigungen für die Kolonialvergangenheit, erfüllt hat. Die polnischen Forderungen haben aus diesem Grund nicht nur einen moralischen und finanziellen Hintergrund, stehen aber gleichzeitig im universellen Kontext.

Die am 16. Mai 2023 in Reykjavik von den europäischen Regierungschefs sowie des Europäischen Rats unterzeichneten Erklärung „United around our values“ ist eine gute Grundlage für den weiteren Deutsch-Polnischen Dialog. Die Unterschrift von Bundeskanzler Olaf Scholz zeigt, dass Berlin dem grundlegenden Prinzip, welches besagt, dass Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie Kriegsverbrechen keiner Verjährung unterliegen, ernsthaft gegenübersteht.

Unter anderem heißt es im Dokument, dass es nur möglich ist eine solide Grundlage für eine Einheit aufzubauen sowie die Vergangenheit zu überwinden, wenn das Recht auf Wahrheit geachtet und die Gerechtigkeit der Reparationen anerkannt wird.

Unserer Meinung nach ist die Reykjavik-Erklärung ein guter Ausgangspunkt für Gespräche über Entschädigungen.

Die polnische Seite zählt darauf, dass die heutigen Treffen und Gespräche in Berlin den Startschuss dazu geben, damit die deutsche Seite daran arbeitet, gemeinsam zu einer Einigung bezgl. Reparationen für Schäden, welche von den deutschen Aggressoren und Besatzern verübt wurden, zu kommen.

Die deutsche Sprachversion der Kurzfassung des „Berichts über die infolge der deutschen Aggression und Besatzung während des Zweiten Weltkrieges 1939-1945 von Polen erlittenen Verluste“ steht auf der Internetseite des Jan Karski Instituts für Kriegsschäden zur Verfügung sowie untenstehend als Download.

https://instytutstratwojennych.pl/strona/187-raport-de-broszura-skrocony

 

Materialien

Raport​_DE​_broszura
Raport​_DE​_broszura​_(skrócony).pdf 10.89MB
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